Navigationsabkürzungen:

Glossar

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm
 Abschreibung
 Absorber
 Absorbermatten
 Absorption
 Absorptionsgrad
 AC
 Air Mass (AM)
 Akkumulator
 Albedo
 Alterung
 amorphe Solarzelle
 Amortisation
 Anlagendruck
 Anlagentyp nach EEG
 Anlagenwirkungsgrad
 Anschluss ans Stromnetz
 Antireflexschicht
 Antragsberechtigte in Förderprogrammen
 Anzeigeinstrumente
 Aperturfläche
 Aufbau einer Solaranlage
 Aufdachmontage
 Aufstellwinkel
 Ausdehnungsgefäß
 Ausrichtung einer Solaranlage
 Azimutwinkel

100.000-Dächer-Solarstrom-Programm

Das 100.000 Dächer -Programm förderte bundesweit bis zum 30.6.2003 den Bau von Photovoltaikanlagen. Es wurde in Form eines zinsverbilligten Darlehens an die Antragsteller ausgezahlt. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.100000daecher.de.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Abschreibung

Die Regelungen für Abschreibungsfristen bei Solaranlagen sind widersprüchlich. Laut Afa-Tabellen (Absetzung für Abnutzung) können Solaranlagen in 10 Jahren gewinnmindernd abgesetzt werden, Photovoltaikanlagen in 20 Jahren. Da jede Photovoltaikanlage auch eine Solaranlage ist, könnte damit eine 10-jährige Abschreibungsfrist gewählt werden. Meistens bestehen die Finanzämtern inzwischen aber auf einer 20-jährigen Abschreibungsfrist. Die Anschaffungskosten können dann anteilig über 20 Jahre als Ausgaben geltend gemacht werden.

Abschreibung linear oder degressiv
Bei der linearen Abschreibung können 20 Jahre lang jährlich 5% der Anschaffungskosten abgesetzt werden. (Einnahmen aus der Einspeisung stehen Ausgaben in Höhe von 1/20 der Anschaffungskosten jährlich und der sonstigen Ausgaben gegenüber.)
Die degressive Abschreibung sieht vor, dass im ersten Jahr nach der Anschaffung maximal das 3-fache des linearen Abschreibungsbetrages abgesetzt werden kann, also 15%. In den nächsten Jahren wird der Prozentsatz beibehalten, der jeweilige Restbetrag (Anlagenrestwert) sinkt, so dass auch der Abschreibungsbetrag sinkt. Ab dem Jahr, in dem der Abschreibungswert in der Höhe des linearen Wertes (in dem Fall 5%) angekommen ist, bleibt dieser über die Restlaufzeit konstant, da sich die Beträge sonst zu stark verringern würden.

Welche Abschreibungsform gewählt wird, muss im Einzelfall entschieden werden.

Steuerlich absetzbare Ausgaben bei Photovoltaikanlagen und thermischen Solaranlagen sind z.B.:
Abschreibung der Investition inkl. Planungskosten
Zählermiete
Versicherungen
Reparaturen
Kontoführung
Zinsen
Steuerberater
sonstige Betriebskosten

Abschreibung (Quelle: BMWi)
Beträge, die aufgrund einer planmäßigen Rechnung zur Erfassung des Wertverlusts am Anlagevermögen in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand (Aufwendungen) und in der Kostenrechnung als Kosten angesetzt werden. Durch die Abschreibung werden im Rechnungswesen eines Unternehmens die Anschaffungs- oder Herstellungskosten abnutzbarer Anlagegegenstände auf Zeit- und/oder Leistungseinheiten verteilt. Neben materiellen Anlagegütern werden auch immaterielle Anlagewerte wie Patente oder Lizenzen abgeschrieben. Abschreibungsursachen sind materieller Verschleiß, wirtschaftlicher Verschleiß und Verschleiß durch Fristablauf.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Absorber

Der Absorber ist der Teil des Solarkollektors, der die einfallende Solarstrahlung aufnimmt, in thermische Energie umwandelt und über den Wärmetauscher der Solarflüssigkeit zuführt. Er besteht meist aus einer mit einer schwarzen Spezialbeschichtung versehenen Empfangsfläche aus Blech - der Platine - und aufgelöteten oder direkt in das Blech gepreßten oder gerollten Rohren, die von der Solarflüsssigkeit (in der Regel ein Wasser-Frostschutz-Gemisch) durchflossen werden. Die Güte des Absorbers wird durch das Absorptions-Emissionsverhältnis ausgedrückt, das bei sehr guten Modellen Werte von 10 und größer erreicht. Unbehandelte Oberflächen erreichen dagegen nur Werte von 1.

Die Schichten eines Flachkollektors
Bildquelle: Solarpraxis
Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Absorbermatten

siehe Schwimmbadabsorber

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Absorption

Aufnahme kurzwelligen Sonnenlichts von einem Körper

Einstrahlung am Kollektor
Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Absorptionsgrad

Der Absorptionsgrad gibt den Anteil der auf eine Absorberfläche treffenden Strahlung an, der in Wärme umgewandelt wird.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

AC

Abkürzung für alternating current = Wechselstrom

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Air Mass (AM)

Die Sonnenstrahlung wird auf ihrem Weg durch die Erdatmosphäre durch Reflexion, Absorption (durch Luftmoleküle und -partikel) und Streuung vermindert. Die Minderung ist um so größer, je länger der Weg der Strahlung durch die Erdatmosphäre ist.

Der Faktor Air Mass gibt an, wie lang der Weg der Sonnenstrahlung durch die Erdatmosphäre ist und wird im Verhältnis zur Atmosphärendicke angegeben.

Bei senkrechtem Sonnenstand nimmt das Licht den kürzesten Weg durch die Atmosphäre, der Air Mass (AM) ist 1. Steht die Sonne etwas schräg, verlängert sich ihr Weg durch die Atmosphäre, der AM vergrößert sich.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Akkumulator

Auch als Akku oder Solarbatterie bezeichnet. Wird zur Speicherung von erzeugtem Solarstrom bei so genannten Inselanlagen eingesetzt, um Stromerzeugungs- und Stromverbrauchszeiten zu entkoppeln. Der von den Solarmodulen erzeugte Gleichstrom wird dabei über einen Laderegler im Akku gespeichert (12-Volt-Anlagen) und kann bei Bedarf die Gleichstrom-Verbraucher versorgen. Sollen Wechselstrom-Verbraucher betrieben werden, muss ein zusätzlicher  Wechselrichter an den Akku angeschlossen werden.
Einsatzgebiete für Akkumulatoren sind beispielsweise Wochenendhäuser, Solarmobile oder Solarlampen.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Albedo

Die Reflexion des Sonnenlichts auf der Erdoberfläche. Sie wird in Prozent zum einfallenden Licht angegeben und beträgt auf der Erdoberfläche etwa 20%, bei einer reflektierenden Fläche (z.B. Schnee) etwa 80%.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Alterung

s. Degradation

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

amorphe Solarzelle

s. Solarzelle, amorph sowie Silizium, amorph

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Amortisation

In der Solartechnik gibt es zwei Amortisationszeiten, die energetische und die finanzielle. Die energetische Amortisation (auch Energierücklaufzeit) einer Solaranlage gibt die Zeit an, in der die Anlage die Energiemenge erzeugt, die zu ihrer eigenen Herstellung benötigt wurde. Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung amortisieren sich im Schnitt nach 1,2 – 2,5 Jahren, Anlagen zur Stromerzeugung nach 1-4 Jahren. Die unterschiedliche Bandbreite der Amortisationszeiten hängt stark von der Einstrahlung am Standort und den verwendeten Technologien ab.
Die finanzielle Amortisation, also die Zeit, in der sich eine solarthermische Anlage rechnet, ist von den Techniken für die Warmwassererzeugung abhängig sowie von den Zuschüssen, die man für den Einbau einer Solaranlage erhält. Bei Photovoltaikanlagen spielt die Höhe der Einspeisevergütung und die steuerliche Behandlung solcher Anlagen ebenfalls eine Rolle. Photovoltaikanlagen amortisieren sich heutzutage schneller als noch vor einigen Jahren, da der produzierte und in das öffentliche Stromnetz eingespeiste Strom laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) über 20 Jahre vergütet wird.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Anlagendruck

0,5 bar + statische Höhe

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Anlagentyp nach EEG

Die Einspeisevergütung richtet sich gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nach dem Anlagentyp und dem Jahr der Inbetriebnahme.

Umgangssprachlich als ebenerdig bezeichnete Solarstromanlagen sind laut Gesetz alle die Anlagen, die

  • nicht an oder auf einem Gebäude oder einer Lärmschutzwand
    oder
  • nicht auf dem Dach oder als Dach eines Gebäudes
errichtet sind.
Für diese Anlagen erhalten Sie eine Basisvergütung in Höhe von 35,49 Cent/kWh im Jahr 2008, gleichbleibend für 20 Jahre plus dem Jahr der Inbetriebnahme.

Photovoltaik-Anlagen auf einem Dach sind laut Gesetz Anlagen, die an oder auf einem Gebäude oder einer Lärmschutzwand angebracht sind. Für diese erhalten Sie gemäß dem EEG eine erhöhte Einspeisevergütung bis 30 Kilowatt (kW) installierter Leistung in Höhe von 46,75 Cent/kWh im Jahr 2008. Für größere Anlagen über 30 kW ist die Einspeisevergütung etwas geringer.
Hierzu zählen alle auf dem Dach angebrachten Solarstromanlagen und solche, die an der Fassade als Vordach oder z.B. über ein Montagegestell additiv an der Fassade angebracht sind.

Unter den Begriff der Fassadenanlagen fallen die Anlagen, die nicht auf dem Dach oder als Dach eines Gebäudes angebracht sind und einen wesentlichen Bestandteil des Gebäudes bilden. Diese kommen in den Genuss einer weiteren Erhöhung der Einspeisevergütung um 5 Cent/kWh (2008: 51,75 Cent/kWh bis 30 kW). Nach dem BGB § 93 ist ein wesentlicher Bestandteil dann gegeben, wenn zwei Sachen nicht voneinander getrennt werden können, ohne dass der eine oder der andere zerstört oder in seinem Wesen verändert wird. Welche Anlagen hierunter fallen muss im Einzelfall geklärt werden.

 

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Anlagenwirkungsgrad

In der Solarwärmetechnik ist der Anlagenwirkungsgrad das Verhältnis der von der Solarflüssigkeit in den Speicher eingetragenen Wärme zu der auf die Kollektorfläche eingestrahlten Sonnenenergie. Der Anlagenwirkungsgrad beschreibt die Leistungsfähigkeit einer Solaranlage über einen längeren Zeitraum, z.B. ein Jahr. Der Systemwirkungsgrad beschreibt den Wirkungsgrad des gesamten Solarsystems (bestehend aus Kollektor, Rohrleitung, Wärmetauscher und Speicher) einschließlich des Weges zu den Verbraucherstellen. Hier werden zusätzlich die Wärmeverluste durch das Rohrleitungssystem (Rohrleitungsverluste) auf dem Weg zu den Verbrauchern hinzugezählt. Der Systemwirkungsgrad gibt an, wieviel der auf den Kollektor eingestrahlten Sonnenenergie den Verbrauchern an den Entnahmestellen als warmes Wasser zur Verfügung steht. siehe auch Systemwirkungsgrad Photovoltaik

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Anschluss ans Stromnetz

Laut der Richtlinie des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) "Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" können Photovoltaikanlagen bis 5 kWp einphasig angeschlossen werden, Anlagen über 5 kWp sind dreiphasig anzuschließen.

Bis 5 kWp werden selbsttätige Freischaltstellen (ENS) eingesetzt, ebenso bis 30 kWp (dreiphaisg). Diese sind in der Regel in den Wechselrichter integriert und trennen die Anlage vom öffentlichen Stromnetz, um die Personensicherheit im Zweifelsfall zu gewähleisten.

Bei einer Summennennleistung > 30 kWp ist immer eine dem Netzbetreiber jederzeit zugängliche Schaltstelle mit Trennfunktion erforderlich.

Anschluss einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage an das öffentliche Stromnetz
Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Antireflexschicht

Eine Solarzelle ist an ihrer Oberseite mit einer sehr dünnen speziellen Antireflexschicht beschichtet. Dadurch wird gewährleistet, dass möglichst viele der auf sie einfallenden Sonnenstrahlen in elektrische Energie umgewandelt werden.

Die typische Schichtdicke der Antireflexschicht führt zu der bekannten blauen Farbe der polykristallinen Solarzellen, bzw. der schwarzen Farbe bei monokristallinen Solarzellen. Andere Schichtdicken führen zu anderen Farben (lila, grün, grau, etc.), was für architektonische Anwendungen manchmal gewünscht ist und den Einsatzbereich der Solarzellen in diesem Feld erweitert. Die farbigen Solarzellen haben allerdings einen geringeren Wirkungsgrad.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Antragsberechtigte in Förderprogrammen

Unter dem Begriff Antragsberechtigte wird in den Förderrichtlinien die Personengruppe definiert, die berechtigt ist, Fördermittel zu erhalten.
Die Förderrichtlinien für den Bereich Erneuerbare Energien oder Energieeinsparung richten sich in der Regel an eine breite Gruppe von Antragsberechtigten, nämlich Privatpersonen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Freiberufler, Vereine und Stiftungen. Diese müssen Eigentümer oder Mieter des betreffenden Gebäudes oder Grundstückes sein, auf dem die Anlage errichtet wird, beziehungsweise an dem Maßnahmen zur Energieeinsparung durchgeführt werden.
Andere Förderprogramme richten sich nur an kommunale Einrichtungen oder Kommunen sowie an Sportvereine.
Bei Zulagen über die Finanzämter ist der Kreis der Antragsberechtigten meistens über die Höhe des maximalen Jahreseinkommens begrenzt.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Anzeigeinstrumente

Nach DIN 4757-1 gelten folgende Vorschriften:

Die Anlage ist mit einem Thermometer, das die Vorlauftemperatur anzeigt, zu versehen. Die Anordnung eines weiteren Thermometers im Rücklauf wird empfohlen. Für die Gesamtanlage ist ein Manometer, das den Anlagendruck anzeigt, mindestens der Klasse 2,5 an gut sichtbarer Stelle vorzusehen. Der zulässige Betriebsdruck ist durch eine rote Marke zu kennzeichnen. Einzelne Förderrichtlinien schreiben den Einbau eines Wärmemengenzählers vor.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Aperturfläche

siehe Kollektorflächen

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Aufbau einer Solaranlage

Siehe Komponenten einer Photovoltaikanlage bzw. Aufbau einer solarthermischen Anlage

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Aufdachmontage

Bei der Aufdachmontage von Solaranlagen wird der Solarkollektor oder das Solarmodul mittels spezieller Montagesätze aus verzinktem Stahl, Aluminium oder Edelstahl etwa 5 bis 15 Zentimeter über der Dacheindeckung installiert. Die Montageschienen werden mit Dachhaken auf den Dachsparren befestigt. Besonders einfach zu montieren sind Systeme, bei denen die Kollektoren oder Module in ein Schienensystem eingehangen werden und daher weitere Schraubarbeiten auf dem Dach entfallen.
Bei der Nachrüstung einer Solaranlage in bestehende Gebäude mit Schrägdächern ist eine Aufdachmontage preisgünstiger als eine Dachintegration, da die bestehende Ziegeleindeckung nur an wenigen Punkten durchbrochen wird, ohne die Dichtigkeit des Daches zu gefährden.
Eine Indachmontage ist jedoch unter ästhetischen Gesichtspunkten meist die ansprechendere Variante.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Aufstellwinkel

siehe Neigungswinkel

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Ausdehnungsgefäß

Das Ausdehnungsgefäß, ein geschlossener Behälter mit einem meist durch eine Membran abgetrennten Stickstoffpolster, gehört zu den Sicherheitseinrichtungen einer Solarthermieanlage. Es nimmt die beim Aufheizen auftretende Ausdehnung des Volumens der Solarflüssigkeit auf und darf zum Kollektor hin nicht schließbar sein. Um auch bei Schäden und Stillstandszeiten der Solaranlage Sicherheit zu gewährleisten, muss das Ausdehnungsgefäß den vollständigen Flüssigkeitsinhalt des Kollektors aufnehmen können, bei Vakuumröhrenkollektoren zusätzlich den Inhalt der Vor- und Rücklaufleitungen. Wichtig ist die Glykolbeständigkeit der Membran. Glykol wird als Frostschutz im Kollektor eingesetzt.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Ausrichtung einer Solaranlage

Bei der optimalen Ausrichtung einer Solaranlage zeigt die Kollektor- oder Modulfläche nach Süden, der Neigungswinkel liegt zwischen 30 und 45° abweichend von der Horizontalen.
Abweichungen nach Südwest/Südost bis zu 50° führen bei thermischen Solaranlagen aber kaum zu Ertragseinbußen.Bei Photovoltaikanlagen führt eine Südwest-/Südostausrichtung zu Ertragseinbußen von lediglich 5%, auch eine reine Ost- oder Westausrichtung verringert den Ertrag um lediglich 20% vom Optimalwert. Ertragseinbußen aufgrund einer von Süden abweichenden Installation können in beiden Fällen über eine Erhöhung der Kollektor- bzw. Modulfläche ausgeglichen werden.

Die Neigung, mit der die Solaranlage auf dem Dach oder an der Fassade installiert wird, spielt für den Ertrag eine wesentlich größere Rolle. Im Jahresmittel ergibt sich für thermische Anlagen ein optimaler Neigungswinkel von 45°, für Photovoltaikanlagen ein Winkel von 30°.

Winkelscheibe zur Ermittlung des Anlagenertrags bei unterschiedlichen Ausrichtungen
Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Azimutwinkel

Der Azimutwinkel gibt die Abweichung der Solarkollektoren oder Solarmodule von der exakten Südausrichtung an. Neben dem Azimutwinkel spielt der Neigungswinkel sowie der Stand der Sonne im jahreszeitlichen Verlauf für den Energieertrag der Anlage eine Rolle. Der Neigungswinkel gibt an, um wieviel Grad die Dachkomponenten der Anlage abweichend von der Horizontalen installiert sind.

Ihre Bewertung: 1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut; 6 = ungenügend (Schulnotensystem)
zum Seitenanfang

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar)


Fachmann gesucht?
Der BSW-Solar vermittelt Ihnen kostenlos und unverbindlich einen Handwerksbetrieb.
>> weiter

Solar Glossar