Wenn in der Neuen Messe München am 9. Juni die weltgrößte Fachmesse für Solartechnik "Intersolar" ihre Pforten öffnet, werden wieder Rekordzahlen an Ausstellern und Besuchern erwartet. Längst hat sich die jährliche Branchenschau, die erst vor wenigen Jahren aus Kapazitätsgründen vom beschaulichen Freiburg nach München gezogen war, zu einem "Pilgerort" für die Solarszene entwickelt.
In diesem Jahr steht die Messe jedoch unter besonderen, spannenden Vorzeichen. Die Branche verändert sich rasant - und mit ihr auch die politischen Rahmenbedingungen. Auf die Förderung sind die Unternehmen noch einige Jahre angewiesen, bis nämlich Solarstrom und Solarwärme durch weitere Kostensenkungen wettbewerbsfähig mit konventionellen Strom- und Heiztechniken sind. Nun aber plant die Bundesregierung schon im Juli eine weitere deutliche Kürzung der Solarstrom-Förderung. Zwar hat der Bundesrat sich in dieser Frage unterstützend hinter einige Branchenforderungen gestellt und den Vermittlungsausschuss angerufen, doch ist völlig unklar, was bei einem Vermittlungsverfahren für die Branche herauskommt.
Ganz andere Sorgen haben die Unternehmen der Solarwärme-Branche. Ihr wichtigstest Förderprogramm - das Marktanreizprogramm - ist derzeit mit einer Haushaltssperre belegt. Dies verunsichert Investoren und gefährdet den Absatz von Solarkollektoren. Inzwischen regt sich auch in der Politik aktiver Widerstand gegen die von Finanzpolitikern verhängte Sperre.
Für die Messe gibt es daher wahrlich genug Diskussionsstoff. In den zahlreichen Hallen der Neuen Messe werden Firmenvertreter, Verbände und Branchengrößen auch mit Politikern und Medienvertretern ins Gespräch kommen, um über die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren und natürlich ihre neuesten Innovationen und Produkte vorzustellen.
Foto: SolarPromotion